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24-Autohof-Geschwister ziehen Bilanz nach „Undercover Boss“

Nachtschicht statt Chefbüro: 24-Autohof-Geschwister ziehen Bilanz nach „Undercover Boss“


 

Regensburg, 14. Juli 2026 – Rund eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten am Montagabend bei RTL, wie Daniel und Roxanne Ruscheinsky, Mitglieder der Geschäftsleitung der Regensburger 24-Autohofgruppe, in der Sendung „Undercover Boss“ unerkannt den Arbeitsalltag derjenigen vor Ort in den 24-Autohöfen kennenlernten. Als erst zweites Geschwisterpaar in der Geschichte des Formats arbeiteten die beiden fünf Tage lang unter neuer Identität an verschiedenen Standorten – in der Nachtschicht, im Service, in der Reinigung, im Hausmeisterdienst und bei Subway als Sandwich-Artist.

Für die zweite Generation des Familienunternehmens war die Teilnahme weit mehr als ein Fernsehformat. Ziel war es, den Arbeitsalltag der Teams vor Ort an den Standorten ungefiltert zu erleben, Verbesserungspotenziale zu erkennen und die Perspektive der Menschen kennenzulernen, die den Betrieb täglich am Laufen halten.

„Wir erhalten als Geschäftsleitung viele Kennzahlen, Berichte und Auswertungen. Aber keine Statistik kann vermitteln, wie es sich anfühlt, eine komplette Nachtschicht zu arbeiten, hunderte Gäste zu bedienen oder unter Zeitdruck an der Kasse zu stehen. Genau diese Perspektive wollten wir erleben – ungefiltert und ohne Sonderbehandlung“, sagt Daniel Ruscheinsky.

 

„Ich war anfangs sehr skeptisch“

Nicht beide waren von Beginn an überzeugt. „Ich war anfangs sehr skeptisch. Aber je länger wir darüber gesprochen haben, desto klarer wurde: Diese Chance bekommen wir wahrscheinlich nur einmal im Leben. Unerkannt, quasi als Praktikantin an den eigenen Standorten mitzuarbeiten, eröffnet einen Blick auf den Arbeitsalltag, den man als Geschäftsleitung sonst nie bekommt“, beschreibt Roxanne Ruscheinsky ihre anfängliche Zurückhaltung und die Beweggründe, sich dem Experiment am Ende doch zu stellen.

Für sie spielte außerdem ein weiterer Aspekt eine Rolle: „Frauen in Führungspositionen sind in Wirtschaftssendungen und der Unternehmensberichterstattung nach wie vor unterrepräsentiert. Wenn wir dazu beitragen können, junge Unternehmerinnen sichtbarer zu machen, freut mich das ebenso“, sagt Roxanne Ruscheinsky. Die Unternehmerin engagiert sich ehrenamtlich im Bundesvorstand von DIE JUNGEN UNTERNEHMER und setzt sich dort für die Belangen der jungen Wirtschaft ein.

Vom Autohof zum Mobilitätshub

Während der Dreharbeiten wurde immer wieder deutlich, wie stark sich die Anforderungen an moderne Autohöfe verändern. „Wir verstehen uns heute längst nicht mehr nur als Tankstelle oder Raststation, sondern als Mobilitäts- und Versorgungshub für alle Verkehrsteilnehmer“, sagt Roxanne Ruscheinsky, die innerhalb der Unternehmensgruppe den Bereich Strategy & Future Mobility verantwortet.

Gemeinsam mit Partnern wie Tesla, IONITY, EnBW, Allego, Mercedes-Benz, Aral pulse, Shell Recharge, Electra und Knauber baut die 24-Autohofgruppe seit Jahren die Infrastruktur für alternative Antriebe konsequent aus.

Wo früher Benzin und Diesel ausgereicht haben, gehören heute unter anderem LNG, HVO100, Wasserstoff und leistungsstarke Schnellladeinfrastruktur zum Angebot. Diese Vielfalt verändert auch die Anforderungen der Gäste – und damit den Anspruch an die Standorte.

In den vergangenen 13 Jahren hat die Unternehmensgruppe das Angebot an Stromtankstellen kontinuierlich ausgebaut. Heute stehen bis zu 50 HPC-Ladepunkte verschiedener Anbieter je Standort zur Verfügung, insgesamt über 400. Parallel entstehen Lösungen für den elektrischen Schwerlastverkehr.

„Der Ausbau leistungsfähiger Ladeinfrastruktur gehört zu den größten Zukunftsaufgaben unserer Branche. Gerade der schleppende Netzausbau stellt viele Projekte vor Herausforderungen. Trotzdem bleibt unser Anspruch, Innovationsvorreiter und verlässlicher Partner entlang der Autobahn zu sein“, so Ruscheinsky.

Zwischen Nachtschicht, Toilettenreinigung und Sandwich-Akkord

Die größten Eindrücke hinterließen jedoch nicht Technik oder Infrastruktur, sondern die Menschen.

Für Daniel Ruscheinsky wurde die Reinigung der Sanitäranlagen am 24-Autohof Lutterberg an der A7 zur größten Herausforderung. Kaum war eine Anlage gereinigt, musste praktisch schon wieder von vorne begonnen werden. Täglich nutzen dort mehrere tausend Reisende die Sanitärbereiche.

Für Roxanne Ruscheinsky stand dagegen Geschwindigkeit im Mittelpunkt. Bei Subway am 24-Autohof Mühldorf am Inn galt es, individuelle Sandwiches im Minutentakt frisch zuzubereiten. An Spitzentagen werden dort bis zu 400 Sandwiches verkauft.

„Was uns am meisten beeindruckt hat, war die Selbstverständlichkeit, mit der vor Ort jeden Tag Höchstleistungen erbracht werden. Viele Aufgaben wirken von außen selbstverständlich – bis man sie selbst übernimmt", so Daniel Ruscheinsky.

Besonders in Erinnerung blieb Roxanne Ruscheinsky die gemeinsame Nachtschicht mit Anita am 24-Autohof Bad Rappenau. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet die vierfache Mutter dort in der Nachtschicht. Mit ihrer direkten Art nahm sie ihre vermeintlich neue Kollegin von Beginn an unter ihre Fittiche – und sparte gleichzeitig nicht mit ehrlichem Feedback.

Für einen der unterhaltsamsten Momente der Sendung sorgte schließlich Anitas knallhartes Fazit: „Ich hätte Sie nicht eingestellt“, sagte sie schmunzelnd, nachdem ihrer vermeintlichen neuen Kollegin gleich mehrere Fehler unterlaufen waren.

Was vom Experiment bleibt – und warum sich ein Stopp am Autohof lohnt

Die 24-Autohofgruppe zieht insgesamt ein positives Fazit ihrer Teilnahme an „Undercover Boss“. Das Familienunternehmen mit Sitz in Regensburg hält bundesweit Autohöfe und ist somit Anlaufpunkt für bis zu 15 Millionen Reisende jährlich – von Familien über Geschäftsreisende bis hin zu Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrern.

Für Daniel und Roxanne Ruscheinsky besteht der nachhaltigste Erfolg der Sendung jedoch nicht in den Einschaltquoten. „Wenn sich die Mitarbeitenden von uns und von unseren Autohofpächtern vor Ort durch die Sendung wertgeschätzt fühlen und sich der ein oder andere TV-Zuschauer danach vorstellen könnte, Teil der 24-Autohöfe zu werden und wir es gleichzeitig schaffen, die vielfältigen Impulse, die wir erhalten haben, um den Arbeitsalltag weiter zu verbessern, erfolgreich umsetzen zu können, dann hat sich das Experiment wirklich sehr gelohnt.“

Und vielleicht, so ergänzen die Geschwister mit einem Augenzwinkern, habe die Sendung auch dazu beigetragen, den Unterschied zwischen Autohöfen und Rastanlagen bekannter zu machen. Gerade in der Sommerreisezeit könne sich ein kurzer Zwischenstopp lohnen: Laut einer aktuellen ADAC-Auswertung vom 7. Juli 2026 liegen die Kraftstoffpreise an Autobahnrastanlagen im Durchschnitt rund 33 Cent je Liter über denen neben der Autobahn, also an Autohöfen. Je nach Fahrzeug und Tankfüllung sparen Reisende so bis zu 20 Euro pro Tankvorgang! Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten eine erfreuliche Botschaft für die Reisekasse.

 

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