Autohof Neuberg: Sechs Ladeanbieter auf einen Streich

Autohof Neuberg: Sechs Ladeanbieter auf einen Streich
03.08.2026
Am 24-Total Autohof Neuberg an der A45 bei Frankfurt haben E-Autofahrer die Qual der Wahl. Hier stehen 44 Schnellladepunkte von EnBW, Electra, Allego, Ionity, Mercedes-Benz
und Tesla zur Verfügung. Der Ausbau zeigt, wie Autohöfe sich vom klassischen Rastplatz zum Energiehub wandeln. Es offenbart zugleich, wie fragmentiert der deutsche Schnelllademarkt ist.
Neue Partnerschaft mit „EnBW“ und „Electra“
Mit der Eröffnung gab die familiengeführte Autohofgruppe neue Kooperationen mit „EnBW“ und „Electra“ bekannt. Beide Unternehmen sollen auch an weiteren Autohöfen Ladeparks errichten. Weitere Anlagen befinden sich nach Unternehmensangaben bereits im Bau.
„Autohöfe gehören zu den effizientesten Standorten für den Ausbau von Infrastruktur für alternative Antriebsstoffe. Sie sind aus beiden Autobahnfahrtrichtungen und der Region optimal erreichbar und verbinden leistungsfähige Ladeinfrastruktur mit Gastronomie, Service und hoher Aufenthaltsqualität. Mit ‚EnBW‘ und ‚Electra‘ erweitern wir das Angebot um zwei starke europäische Betreiber und schaffen noch mehr Auswahl für unsere Gäste“, sagt Roxanne Ruscheinsky, verantwortlich für Strategy und Future Mobility bei den „24-Autohöfen“.
Sechs Marken, ein Standort
Der Betreiber 24-Autohöfe (https://www.24-autohof.de/news/eintrag/24-autohoefeeroeffnen-deutschlands-hpc-ladepark-mit-groesster-anbietervielfalt) aus Regensburg
hat den neuen Ladepark eröffnet. Mit EnBW und Electra kommen zwei neue Partner hinzu, die bereits vertretenen Anbieter Tesla und Allego bleiben am Standort, ergänzt um Mercedes-Benz High-Power Charging sowie Ionity. Sechs Betreiber auf einem Autohof bedeuten für Fahrerinnen und Fahrer mehr Auswahl an einem Verkehrsknotenpunkt im Großraum Frankfurt. Sie bedeuten aber auch sechs unterschiedliche Abrechnungssysteme, Apps und Preismodelle an derselben Fläche, was die Ladeerfahrung für Gelegenheitsnutzer eher komplizierter macht als für Nutzer klassischer Tankstellen mit einheitlichem Literpreis.
Roxanne Ruscheinsky, bei den 24-Autohöfen für Strategy und Future Mobility zuständig, begründet die Entscheidung für zusätzliche Partner so: „Autohöfe gehören zu den effizientesten Standorten für den Ausbau von Infrastruktur für alternative Antriebsstoffe. Sie sind aus beiden Autobahnfahrtrichtungen und der Region optimal erreichbar und verbinden leistungsfähige Ladeinfrastruktur mit Gastronomie, Service und hoher Aufenthaltsqualität.“
EnBW und Electra als neue Partner
EnBW bringt mit dem HyperNetz das nach eigenen Angaben größte Schnellladenetz Deutschlands (https://drehmoment.net/schnellladen-q2-2026-enbw-wickelt-jedenvierten-
ladevorgang-ab/) mit, ausgewiesen werden mehr als 9.000 Schnellladepunkte im Inland sowie Zugang zu über 900.000 Ladepunkten europaweit. Diese Zahl bezieht sich auf das Roaming-Netzwerk der EnBW und nicht auf eigene Standorte, ein Umstand, der in Pressemitteilungen von Ladeanbietern häufig unter den Tisch fällt.
Electra tritt in Frankreich und Belgien als Marktführer auf und betreibt insgesamt knapp 760Ladeparks mit rund 4.700 Ladepunkten in zehn europäischen Ländern. In Deutschland ist der Anbieter noch ein vergleichsweise junger Player. Nach dem ersten gemeinsamen Standort am24-Shell Autohof Gramschatzer Wald an der A7 ist Neuberg der zweite Standort beider Unternehmen, weitere sind laut Betreiber bereits im Bau.
Show-Effekt zur Eröffnung
Zur Eröffnungsfeier präsentierten die Partner zwei aktuelle Modelle: Ein Tesla demonstrierte das Fahrsystem „Full Self-Driving (Supervised)“, das in Deutschland trotz seines Namensweiterhin eine ständige Überwachung durch die fahrende Person verlangt und rechtlich als Fahrerassistenzsystem eingestuft ist, nicht als autonomes Fahren. Daneben stand der neue vollelektrische Mercedes-AMG GT 63 4MATIC+ mit 1.169 PS beziehungsweise 860 kW Systemleistung. Beide Fahrzeuge dienten in erster Linie der Publikumswirkung bei der Eröffnung und sagen wenig über den Praxisbetrieb der Ladesäulen selbst aus.
Am Standort sollen in den kommenden Jahren zudem rund 30.000 Quadratmeter zusätzliche Gewerbeflächen entstehen, in einem Umfeld, das mit Unternehmen wie Gebr. Heinemann, Dachser, Raben, Lidl und McDonald’s bereits gut erschlossen ist.
Zum Originalartikel: https://drehmoment.net/autohof-neuberg-sechs-ladeanbieter-auf-einen-streich/
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