← Zurück zum Pressespiegel

Autohof zieht positive Bilanz nach RTL-Dreh

 

Autohof zieht positive Bilanz nach RTL-Dreh

Pächter Kay Nekolny nimmt Mitarbeiterin in Schutz, die im Fernsehen schroff herüberkam – Viele Rückmeldungen von Zuschauern  

Von Adrian Hoffmann

18.07.2026

BAD RAPPENAU/REGENSBURG Ein paar Tage ist es nun her, dass RTL eine Folge der neuen Serie „Undercover Boss“ mit Drehorten unter anderem am 24-Autohof in Bad Rappenau-Bonfeld ausgestrahlt hat. Darin war zu sehen, wie Autohof-Mitarbeiterin Anita Hermann (49) eine vermeintlich neue Kollegin einlernen sollte – in Wahrheit handelte es sich aber um die Chefin der 24-Autohofgruppe mit Sitz in Regensburg, Roxanne Ruscheinsky (29). Hermann blickt zurück: „Zuerst habe ich mich schon blöd gefühlt“, sagt die Mutter von vier Kindern aus Bad Rappenau-Heinsheim im Gespräch mit unserer Zeitung über den Moment, als sie bei einem Treffen mit der Geschäftsleitung in Berlin die Wahrheit erfuhr. Der Dreh an sich habe aber Spaß gemacht – und sie sei eben einfach ein ehrlicher Mensch.

Genervt

In der RTL-Aufzeichnung ist zu sehen, wie Hermann sagt, sie würde die neue Mitarbeiterin auf Probe nicht einstellen. Immer wieder fallen in der Sendung kritische Bemerkungen über ihre vermeintliche Kollegin: „Also gerade nervt sie mich ein bisschen.“ Oder: „Ich muss alles fünfmal wiederholen.“ Als sie in Berlin von Roxannes Bruder Daniel Ruscheinsky gefragt wird – noch vor der Auflösung –, ob die neue Mitarbeiterin denn auch irgendetwas gut gemacht habe, antwortet sie: „Ha, sie sah gut aus.“ Bis zum Schluss bleibt Hermann bei ihrer Einschätzung – selbst im Wissen, dass es sich letztlich um ihre Chefin handelt: „Ich würde sie trotzdem nicht einstellen.“ Daniel Ruscheinsky ist am Donnerstagmorgen vor Ort am 24-TotalEnergies-Autohof in Bad Rappenau-Bonfeld. Er resümiert die Tage nach der Ausstrahlung bei RTL. Die Resonanz sei sehr gut gewesen, sagt er. Er habe viele positive Rückmeldungen erhalten. Er selbst sei überrascht gewesen, dass Anita Hermann seine Schwester nicht erkannt habe. Bad Rappenau sei „das Flagschiff“ unter ihren Autohöfen und sie seien vergleichsweise oft vor Ort. Auf der Fürfelder Seite befindet sich der 24-Aral-Autohof, der ebenfalls zur Unternehmensgruppe gehört. Hermann wunderte sich im Fernsehbeitrag selbst, dass Roxanne Ruscheinsky so stark umgestylt war, dass sie sie vor Ort in Bad Rappenau nicht erkannte. Ruscheinsky erschien mit rosa Glitzerohrringen und Fake-Fingernägeln zur Nachtschicht. In der Folge ist zu sehen, wie Hermann und Ruscheinsky gemeinsam den Kühlschrank kontrollieren und aufschreiben, was nachgefüllt werden muss. Roxanne Ruscheinsky kann im Kühllager plötzlich ihre eigeneKrakelschrift nicht mehr lesen. Sie sucht ein „Bernd“-Bier statt eines Beck’s. Anita Hermann reagiert genervt: „Also wir haben kein Bier, das Bernd heißt, tut mir leid.“ Ruscheinsky muss lachen, doch Hermann legt nach: „Also zum Lachen finde ich das gerade nicht.“ Kay Nekolny (47), Geschäftsführer und Pächter des Autohofs, bedauert, dass seine Mitarbeiterin Anita Hermann im RTL-Beitrag „ein bisschen ins falsche Licht gerückt worden ist“. Sie sei grundsätzlich „mega loyal und super gewissenhaft“. Sie sei sich auch für nichts zu schade, lobt er. In der Serienfolge kam es stellenweise so herüber, als gehe sie übertrieben hart ins Gericht mit der angeblichen Mitarbeiterin auf Probe. Nekolny nimmt seine langjährige Angestellte in Schutz: „Sie ist perfekt für das, was sie macht.“ Auch Daniel Ruscheinsky sagt: Andere könnten in dieser Position in der Gastronomie und in der Nachtschicht nicht bestehen.

Wertschätzung

Mit der Zustimmung zu den RTL Dreharbeiten habe er die Wertschätzung der Kunden gegenüber den Kollegen in der Autohof-Gastronomie fördern wollen, erklärt Nekolny seine Motivation. „Damit sie sehen können, was die Mitarbeiter leisten.“ Manchmal erwarteten die Kunden, geplagt von Frust und Stau, dass gleich der Kaffee bereitsteht, obwohl noch zwei Kunden vor ihnen dran seien. Das sei dann aber einfach nicht machbar. Anita Hermann, gelernte Einzelhandelskauffrau, erzählt im Fernsehen auch etwas Privates. Als Mutter von vier Kindern arbeite sie bewusst in der Nachtschicht, damit sie tagsüber mehr Zeit für ihre Kinder habe. „Geld ist nicht alles auf der Welt.“ Roxanne Ruscheinsky schätzt Anita Hermanns Arbeitsweise. Sie habe ihren Job im Griff, „Hut ab“. Von der Unternehmensleitung bekommt sie zudem mit ihrer Familie eine Reise nach Disneyland Paris spendiert. Diese Reise stehe noch an, sagt Hermann. Die Folge ist weiterhin in der Mediathek bei RTL+ zu sehen und wird auch im Free-TV wiederholt.

 

Zum Originalartikel: https://www.stimme.de/kraichgau/bad-rappenau-bonfeld-24-autohof-rtl-undercoverboss-nekolny-ruscheinsky-art-5195131


← Zurück zum Pressespiegel