Lutterberg spielt eine Hauptrolle

"Lutterberg spielt eine Hauptrolle"
Autohof ist Teil der RTL-Sendung „Undercover Boss“ – Ausstrahlung am Montag
Lutterberg – Wenn der Chef auf der Arbeit auftaucht, möchten die meisten Mitarbeiter ein besonders gutes Bild abgeben. Doch was, wenn der Chef nicht als solcher zu erkennen ist?
Wenn man denkt, man führe einen potenziellen neuen Mitarbeiter ein? Das ist das Konzept der RTL-Sendung „Undercover Boss“. Dort geht es am Montag um die Autohofkette 24-Autohof. Gedreht wurde dabei auch in Lutterberg. „Der Sender hat sich Anfang 2025 bei uns gemeldet und gefragt, ob wir uns das vorstellen können“, berichtet Geschäftsführer Daniel Ruscheinsky. Er habe darin direkt eine große Chance gesehen, seine beiden Schwestern Jessica und Roxanne, die ebenfalls Teil der Geschäftsführung sind, waren zunächst eher skeptisch. „Im Familienrat haben wir lange debattiert“, erinnert sich Ruscheinsky. Letztlich konnte er seine jüngere Schwester Roxanne überzeugen. Als Kinder hätten sie schon viele Berührungspunkte mit den Autohöfen des Familienunternehmens gehabt, sagt der Geschäftsführer. Mit 16 habe er mal in der Küche ausgeholfen. In den vergangenen 20 Jahren habe er jedoch nicht mehr selbst auf einem Autohof gearbeitet. Das Ziel des Projektes sei es gewesen, sich einen Eindruck von den Abläufen im Unternehmen zu verschaffen, wie man es vom Schreibtisch aus nicht tun kann. „Wir planen viele Dinge am Reißbrett, aber die tatsächliche Umsetzung sehen wir oft gar nicht so genau“, sagt Ruscheinsky. Als Chef ist es oft schwierig, einen authentischen Eindruck vor Ort zu erhalten. Daher sei er von der Idee, bei „Undercover Boss“ mitzumachen, überzeugt gewesen. „Die Produktionsfirma hat einen Friseur gemietet und es fand ein Umstyling statt“, berichtet der 41-Jährige. Ihm sei eine Glatze rasiert worden, sein Bart sei verändert worden und er habe eine Brille getragen. Veränderte Kleidung und Klebetattoos haben die Umgestaltung abgerundet. Daniel und Roxanne Ruscheinsky waren an insgesamt sechs Autohöfen im Einsatz – darunter auch Lutterberg. „Lutterberg spielt eine Hauptrolle. Das ist unser größter Autohof mit den meisten Besuchern“, erklärt Daniel Ruscheinsky. In den Ferien besuchten täglich bis zu 5000 Menschen den Hof an der A7. Der Geschäftsführer schlüpfte dort in die Rolle einer Reinigungskraft. Heißt: Toiletten putzen, Duschen reinigen und die Zimmer des angegliederten Mikrohotels sauber halten. „Wenn man mit den Zimmern fertig ist, geht es mit den WCs wieder von vorn los“, sagt er.
Da die Sendung mit einem professionellen Kamerateam und nicht etwa mit versteckter Kamera gedreht wurde, brauchte es einen Vorwand, damit die Mitarbeiter keinen Verdacht
schöpften. Laut Ruscheinsky erklärte die Produktion den Mitarbeitern, dass man für eine andere, fiktive Sendung drehe, bei der Menschen in einen neuen Beruf eingegliedert werden sollen. Da die Mitarbeiterin, die Ruscheinsky einarbeitete, davon ausging, es ginge um einen echten Jobkandidaten, erhält man einen authentischen Einblick in die Arbeitsweisen.„Nur so erhält man die ungefilterte Wahrheit“, sagt der Geschäftsführer. Es sei jedoch nicht darum gegangen, Mitarbeiter zu kontrollieren. Diese seien ohnehin nicht bei 24-Autohöfe, sondern bei dem jeweiligen Pächter angestellt. Eine weitere Besonderheit des Standorts Lutterberg: „Dort ist meine Tante Pächterin“, erklärt Ruscheinsky. Das Resümee des Projektes fällt für den Autohof-Chef positiv aus. „Die Mitarbeiter leisten Unglaubliches“, schwärmt er. Ohne der Sendung vorwegzugreifen, berichtet er, auch Bedarf zur Verbesserung aus den Einsätzen vor Ort mitgenommen zu haben. Zudem verspricht er den Zuschauern ein sehr emotionales Ende der Sendung.
Zum Originalartikel: https://www.hna.de/lokales/hann-muenden/staufenberg-ort312873/undercover-boss-chef-putzt-toiletten-am-autohof-lutterberg-94392378.html
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